Beruf · Stand: 23.10.2026
Anschreiben für die Bewerbung: So baust du es Absatz für Absatz auf
Das Anschreiben ist der Teil, bei dem viele ins Stocken geraten. Dabei folgt es einem klaren Aufbau. Hier siehst du, was in welchen Absatz gehört.
Wozu dient das Anschreiben?
Im Lebenslauf stehen die Fakten. Im Anschreiben erklärst du, warum du dich auf diese Stelle bewirbst und was du dafür mitbringst. Es verbindet deine Stationen mit den Anforderungen der Anzeige.
Manche Unternehmen verzichten auf ein Anschreiben oder nutzen Formularfelder. Prüfe in der Anzeige, was verlangt wird.
Der Aufbau im Überblick
- Briefkopf: Deine Kontaktdaten, Empfänger, Datum.
- Betreffzeile: Stellenbezeichnung, gegebenenfalls Referenznummer aus der Anzeige.
- Anrede: Wenn möglich mit Namen der Ansprechperson.
- Einstieg: Warum du dich bewirbst.
- Hauptteil: Was du mitbringst, mit Beispielen.
- Schluss: Eintrittstermin und Gehaltsvorstellung, falls verlangt, sowie ein freundlicher Abschluss.
- Grußformel und Unterschrift.
Briefkopf und Betreff
Halte den Briefkopf schlicht und passend zum Lebenslauf: gleiche Schriftart, gleiche Gestaltung. In die Betreffzeile gehört die Stelle, auf die du dich bewirbst, so wie sie in der Anzeige steht.
Die Anrede
Steht eine Ansprechperson in der Anzeige, sprich sie direkt an. Ist keine genannt, kannst du nachfragen oder eine neutrale Anrede nutzen. Prüfe die Schreibweise des Namens genau.
Der Einstieg
Vermeide Standardsätze wie „hiermit bewerbe ich mich“. Besser ist ein Einstieg, der zeigt, was dich an der Stelle interessiert oder welche Erfahrung du mitbringst. Ein bis zwei Sätze reichen.
Der Hauptteil
Greife zwei bis drei Punkte aus der Anzeige auf. Zu jedem Punkt gehört ein Beispiel aus deiner Erfahrung:
- Was war die Aufgabe?
- Was hast du getan?
- Was kam dabei heraus?
Bleib bei Dingen, die du belegen kannst. Im Gespräch kann nach jedem Satz gefragt werden.
Wenig Berufserfahrung?
Nutze Praktika, Nebenjobs, Ehrenämter, Projekte oder Kurse. Entscheidend ist, dass der Bezug zur Stelle klar wird.
Der Schluss
Nenne, falls verlangt, den frühesten Eintrittstermin und deine Gehaltsvorstellung. Beende das Anschreiben freundlich und sachlich. Dann folgen Grußformel und Unterschrift.
Vorlage und Muster: Wie du sie nutzt
Eine Vorlage oder ein Muster hilft bei Aufbau und Layout. Schreib den Text trotzdem selbst. Musterformulierungen lesen sich schnell austauschbar, und sie passen selten genau zu deiner Situation. Nimm Vorlagen als Gerüst und fülle es mit eigenen Beispielen.
Typische Fehler
- Ein Text für alle Stellen. Passe jedes Anschreiben an die Anzeige an.
- Nur den Lebenslauf wiederholen. Das Anschreiben soll ergänzen.
- Falscher Name oder falsche Firma. Vor dem Absenden noch einmal prüfen.
- Zu lange Sätze. Kurz und klar ist besser.
- Unbelegte Eigenschaften. „Teamfähig“ allein sagt wenig. Ein Beispiel sagt mehr.
- Tippfehler. Lass das Anschreiben gegenlesen.
Checkliste vor dem Absenden
- Passt die Betreffzeile zur Anzeige?
- Ist die Ansprechperson richtig geschrieben?
- Kommen die wichtigsten Anforderungen vor?
- Stimmen Anschreiben und Lebenslauf überein?
- Ist alles in einer PDF-Datei, wenn nichts anderes verlangt ist?
Mit Arbeitsmaterial weitermachen
Wenn du mit fertigen Arbeitsblättern und Vorlagen arbeiten möchtest, findest du auf unserer Seite eine Übersicht zu einem Bewerbungs-Workbook aus PDF-Dateien. Dort stehen die Angaben des Anbieters zum Inhalt.
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Zur Übersicht (Werbung – dort stehen Affiliate-Links)Fazit
Briefkopf und Betreff sauber, Einstieg mit eigener Aussage, im Hauptteil zwei bis drei Punkte mit Beispielen, ein sachlicher Schluss. Schreib den Text selbst und gleiche ihn mit der Anzeige ab.